Allgemeines

 - bis 19. Jh.

bestehende Namen für die aus Holz gefertigten Schiffe sind:
Einbaum, Eskimo, Polka, Schlappen, Arche, Zille, Schute, Jacht, Quack, Gondel, Schaluppe, Prahm, Gelle, Eiche

 - bis 12. Jh.

Klassifizierung erfolgte in: magna

                   mediocris

                   parva

                   miniva

 - ab 1325  

Klassifizierung erfolgte in:  große Schiffe

                                         Archen

                                         Prahme

                                         Vlozen

                                         Schifflein

-         Vloze: Vorgänger des heutigen Floßes

-         Quack: Schiff vorrangig für Holztransport,L = 54 Fuß, B = 7,5 Fuß

 - um 1752 

Arche ist zweitgrößter Schiffstyp, L = 96 Fuß, B = 14 Fuß,T = 4 Fuß  3 Zoll;

                                                                                                   

 - 17. – 19.Jh.

Schute ist der vorrangige Schiffstyp. L = 96 Fuß,
B= 16 Fuß  8 Zoll, T = 5 Fuß  6 Zoll;

Schute

 - 16. – 18. Jh. 

Yachten für den Transport leichtverderblicher Waren; Zillen und Nackedeis sind offene Flussschiffe, L= 40 m, B = 4,6 m;

 

 - im 18. Jh. 

Oderkähne werden auch auf der Elbe gefahren

 - Mitte 18. Jh. 

Tragfähigkeit der Schiffe: 600 – 800 Zentner;
bestimmender Schiffstyp ist der Rahekahn, L= 180 Fuß,B = 20 Fuß, Merkmal: Rahetakelage;

 

 - Mitte 19. Jh.

Schiffe erreichen bis 1000 Zentner Tragfähigkeit

 

 - nach 1850

Spriettakelage > Sprietkahn; Vortrieb erfolgte auch durch Treideln – durch Bomätscher oder Pferde ziehen die Schiffe vom Ufer aus

 

 - 15.Juni 1816

erster Raddampfer auf der Elbe bei Cuxhaven; Bau weiterer Mittelradpersonenschiffe für die Elbe

 - um 1870

erste Dampfschleppschiffe entstehen

 

 - 1837/ 38

Indienststellung von 3 Dampfbooten im Bereich der sächsischen Elbe für die Personenschifffahrt

 

 - 1840

eigentliche Entwicklung der Dampfschifffahrt; „Courier“ und „Stadt Magdeburg“ werden für die Elbe gebaut; es wird fast ausschließlich Eisen für den Schiffbau verwendet

 

 - 1858

Bau des 4. Seitenraddampfers „Aussig“ in Blasewitz – erster Dampfer mit beweglichen Schaufeln;

- Aus der „Sächs.-Böhm.-Dampfschiffahrtsgesellschaft“ über die „Sächs.-Böhm.-Aktien-Dampfschiffahrtsgesellschaft“ wurde die noch heute existierende „Weiße Flotte Dresden GmbH“.  Sie kann mit ihrer Dampfschiffflotte auf eine über 150 jährige Tradition zurückblicken;

- Fast gleichzeitig entwickelte sich auch die Personen- und Stückgutschifffahrt zwischen Hamburg und Magdeburg;

- Auf der Unterelbe entsteht ein reger Dampfschiffverkehr;

 

 - 1856

geregelter Frachtverkehr elbaufwärts durch die „Norddeutsche Flußdampfschifffahrtsgesellschaft Harburg"

 

 - 1850/ 60 

Raddampfer sind noch leistungsschwache "Kohlenfresser";

Verbesserung soll durch „Kettenschifffahrt“ erfolgen

 

 - 15.Aug. 1866

Probefahrt des 1. Kettenschiffes

 

 

 - 1883

durchgehende Kette von Melnik bis Hamburg

 

 - 1880 – 1900

Kettenschifffahrt feiert ihre Blütezeit; 5 Hersteller bauen Kettendampfer, L = 34 – 40 m, B = 5 – 7,5 m, T = 0,5 m;

 

 - 1880/ 90

sprunghafte Verbesserung der Radschleppdampfer

 

 - um 1904

Niedergang der Kettenschifffahrt beginnt

 

 - 16.Januar 1945

die letzten beiden Kettendampfer werden bei einem Luftangriff zerstört – Ende der deutschen Kettenschifffahrt

 

 - 1948 

Ende der tschechischen Kettenschifffahrt

 

 - nach 1904 

Seitenradschleppschiff feiert unangefochten Siegeszug – kann bis zu 10 Schleppkähne ziehen

 

 - nach 1945

Großteil der Schiffe vernichtet oder durch Reparationsleistungen enteignet

 

 - ab 1949

die neu gegründete DDR beginnt mit dem Wiederaufbau einer leistungsstarken Binnenflotte.

 

 

 

Schleppdampfer

 - 1857

erster Seitenradschleppdampfer;

bis auf das Holzdeck wurden sie vollständig aus Eisen gebaut; erzielten jedoch nur mäßige Schleppleistungen;

 

 - 1889

 Bau von ersten konventionellen Dampfmaschinen;

erste erfolgreiche Schleppdampfer: „ELBE“, „KAISER WILHELM“; stetige Verbesserungen an den Dampfern;

                                                                                                        

 - 1900

neben den Radschleppdampfern werden auch Ein-und  Zweischraubenschleppdampfer entwickelt;

Schraubenschlepper: 100 – 300 PS;

Radschlepper: ab 300 PS effektiv;

Schraubenschlepper werden durch „Cortdüse“ verbessert;

vereinzelt auf der Elbe: Heckradschlepper;

 

 - 1881/ 82

Indienststellung von Eilfrachtern;

 

 nach dem 
 1. Weltkrieg

verdrängen Dieselmotore mehr und mehr die Dampfmaschinen – sie wurden sowohl auf Rad- wie auch auf Schraubenschleppern verwendet

 

 nach dem 
 2. Weltkrieg

gab es, bis auf wenige Ausnahmen, fast ausschließlich Dieselmotore als Vortriebskraft.

 

 

 

 

 

Moderne Elbschiffe

 

 - 1927

erste Versuche in der Schubschifffahrt;

 

 - 1964/ 67

Einsatz von Schubschiffen auf der Elbe und den Märkischen Wasserstraßen durch die DBR;

VEB Deutsche Binnenreederei Berlin ist ein führendes Unternehmen der Schubschifffahrt in Mitteleuropa!

Es wurden folgende Typen von Schubschiffen gebaut:

-         1964: Kanalschubschiffe I. und 1980 II. Generation;
-         1966: Stromschubschiffe I. Generation mit 475 PS;
-         1972: Stromschubschiffe II. u. III. mit 780 PS;

aufgrund des Tiefganges nur bedingt einsetzbar;
-         1980: Flachgehendes Stromschubschiff, 610 PS;

 

 - 1961 – 1968 

Neubau zahlreicher Motorgüterschiffe, 300 – 420 PS, Tragfähigkeit zwischen 650 – 700 t;

 

 - 1967 – 1974 

Motorgüterschiffe werden auf 80 m verlängert, transportieren jetzt 1050 t;

 

 - 1986

Bau von Koppelverbänden: 1 MGS und 1 – 2 Leichter, 
2 x 300 PS, bis 1025 t mehr Transportleistung;

 

 - 2000 

Aufrüstung der Stromschiffe auf bis zu 1100 PS Antriebsleistung; Transporte von 2 Großschubleichtern mit 2900 t sind möglich.

 

 

 

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