Geschichte der "Marie-Gerda"

Die "Marie-Gerda" ist das letzte Schiff, welches auf der Breitenhagener Werft gebaut wurde.

Im Jahr 1914 hat der Breitenhagener August Clemens, ein Elbschiffer, der Schiffbauerei Firma Kretzmann den Auftrag erteilt, einen Plauer Maßkahn zu bauen.

Die Schiffbauerei hatte dort den Standort, wo sich jetzt der Pappelbestand befindet, gegenüber der "Marie-Gerda". Während der Bauphase ging die Schiffbauerei in Konkurs. Der Plauer Maßkahn lag schon im Wasser und war von den Helgen runter. Damit er nicht in die Konkursmasse ging, ließ man ihn bei Nacht und Nebel nach Barby zur Fertigstellung abschleppen.

1915 ist der Kahn vom Stapel gelaufen und war Eigentum von August Clemens. Der Elbkahn wurde nach seinem Besitzer benannt. Seine Fracht war Getreide, Erze, Kohle, Schwefelkies, Massengüter, Phosphat usw. Auf dem Kahn lebten der Schiffseigner, seine Söhne, seine Frau und seine Tochter. 

Im Jahr 1930 verkaufte August Clemens den Kahn an den Schiffseigner August Rehse, auch ein Breitenhagener. In seinem Besitz wurde der Kahn umgetauft in "Marie-Gerda", nach den Vornamen seiner Frau und seiner Tochter.

Bei den meisten Schiffsnamen ist zu erkennen, dass die Kähne nach den Namen der Frauen oder Töchter der Schiffer benannt wurden.

                                                                                                                    

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